Internationaler Weltfrauentag am 8. März

Plakat zum Frauenwahltag 1914

Das Franz-Röhr-Bildungswerk begeht, mit so vielen Frauen und Männern, heute den 110. Internationalen Weltfrauentag.

Mit Blick auf das Motto der UN für den diesjährigen Weltfrauentag „Frauen in Führungspositionen: Für eine gleichberechtigte Zukunft in einer Covid-19 Welt“, möchten wir einen kurzen Blick auf die Anfänge der Frauenbewegung werfen.

Mit dem erstarken der Arbeiterinnenbewegung im 18. Und 19. Jahrhundert, vor allem im Bereich der Textilindustrie, begann der Kampf für gleiche und faire Löhne und die Emanzipation von Arbeiterinnen. Dieser Tradition folgend, setzten sich die Frauen und Männer in Deutschland um Clara Zetkin, als Initiatorin des internationalen Frauentags und bekannte Frauenrechtlerin, für die Einführung des Wahlrechts für Frauen in Deutschland ein.

Diese zentrale Errungenschaft wurde am 12.November 1918 in Deutschland Wirklichkeit und wurde von der SPD-Politikerin Marie Juchacz, als erste Frau im deutschen Parlament am 19. Februar 1919 wie folgt kommentiert:“ Meine Herren und Damen! Es ist das erste Mal, dass in Deutschland die Frau als Freie und Gleiche im Parlament zum Volke sprechen kann. […] Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“ Seit diesem historischen Tage sind wir weit gekommen. Das Stimmrecht ebnete vielen Frauen den Weg zur Selbstständigkeit und Ebenbürtigkeit in Beruf und Familie.

Das Franz-Röhr-Bildungswerk unterstützt mit seiner Arbeit, ArbeitnehmerInnen staatsbürgerliche, gesellschafts- und wirtschaftspolitische Schulungen anzubieten und Bildung zu vermitteln, die fortlaufenden Anstrengungen der Menschen, die sich für eine echte Gleichstellung von Frau und Mann in Beruf und Familie einsetzen.